Nettes Feedback

Oktober 26, 2017

Wir bedanken uns hier noch einmal für die gute Zusammenarbeit und wünschen Familie Kilian sowie den neuen Besitzern alles Liebe und eine glückliche Zukunft.

Herr Kilian hat uns netterweise diesen schönen Beitrag geschickt, den wir hier sehr gerne teilen möchten:

Wozu braucht man einen Makler? Er ist nicht erforderlich. Alles was er macht, können wir auch selbst, dachten wir.

Als wir den Entschluss fassten, unser Dreifamilienhaus in Obernkirchen zu verkaufen, war für uns klar, dass wir das selbst schaffen. Gute Voraussetzungen hatten wir. Ich war fast mein ganzes Leben im Verkauf selbständig, habe eine Zeitlang als Fotograf gearbeitet, schreibe Bücher und verfüge über genügend Sach- und Menschenkenntnis. Meine Frau ist Bilanzbuchhalterin. Unser Haus ist ein grundsolides ansprechendes Objekt mit schönen Details wie Wintergarten, Sauna, Garagen usw. Außerdem hatte ein befreundeter Architekt eine Wertermittlung gemacht.

Unsere erste Aktion war, Schilder mit dem Text „Haus zu verkaufen“ in die Fenster zu hängen. Wenn Sie möchten, das wildfremde Menschen einfach so, ohne sich zu melden, durch Ihren Garten laufen, an Ihrer Garagentür rütteln oder plötzlich auf Ihrer Terrasse stehen, können Sie das auch so machen. Wir haben die Schilder jedenfalls schnell wieder entfernt.

Dann haben wir eine Anzeige bei Ebay Kleinanzeigen eingestellt. Wussten Sie, dass es Immobilientouristen gibt? Das sind Menschen, deren Hobby ist es, sich fremde Häuser anzusehen. Da sie das oftmals bereits jahrelang machen, haben sie ein gutes Wissen, stellen intelligente Fragen und sind von echten Interessenten nicht zu unterscheiden. Wir hatten mehrere solche „Besucher“. Andere Interessenten hatten teilweise seltsame Vorstellungen, Mietkauf war noch das Harmloseste.

Wir bekamen ein gutes Dutzend Anrufe von irgendwelchen Maklern, oftmals aus dem Raum Hannover, die angeblich für einen Kunden genau so ein Haus wie unseres suchten. Es lief aber bei fast allen nur darauf hinaus, mit uns einen Vertrag abzuschließen. Einer dieser Makler brachte tatsächlich zum Erstgespräch ein interessiertes Ehepaar mit. Nach der Besichtigung ließen sie sogar ein Gutachten von einem Sachverständigen erstellen. Der ermittelte Wert lag über unserer Preisvorstellung und so wurden wir uns schnell einig. Leider war der Makler eine Schlafmütze. Er hatte übersehen, dass die Frau als Hauptverdienerin nur einen befristeten Arbeitsvertrag hatte und daher keinen Kredit bekam. Es kommt also nicht nur darauf an, irgendeinen Makler zu haben, sondern den richtigen.

Freunde hatten uns die Firma Breier und Roloff empfohlen, daher vereinbarten wir mit Herrn Breier ein Treffen. Herr Breier erschien pünktlich und sah sich das Haus und unsere Unterlagen sehr genau an. Dass wir bereits zwei Wertgutachten hatten, sagten wir ihm nicht. Seine Wertermittlung lag genau zwischen diesen beiden, also ein Volltreffer.

Bei unserem nächsten Treffen erläuterte uns Herr Breier seine geplante Vorgehensweise. Er zog zwei Zielgruppen in Betracht, zum einen die große Familie, zum anderen einen Investor. Ich sagte, dass ich unser Haus am liebsten an eine nette Familie mit mehreren Kinder verkaufen möchte und genau solch eine Familie hat drei Monate später unser Haus gekauft. Der zweite Volltreffer.

Ein Dreifamilienhaus zu verkaufen ist nicht leicht. Wir wussten das und natürlich wusste das auch Herr Breier. Als sich in den ersten Wochen kein ernsthafter Interessent meldete, schaltete Herr Breier eine fast halbseitige Anzeige im Schaumburger Wochenblatt, in der unser Haus als Immobilie der Woche beworben wurde. Solch eine Anzeige ist richtig teuer. Aber genau durch diese Anzeige kam der Verkauf zustande. Also auch das ein Volltreffer.